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Der Dreischneuß
Zeitschrift für Literatur, Hrsg.: Regine Mönkemeier
Marien-Blatt Verlag, Lübeckr

Treffpunkt Aachen

                                              [Zur Anthologie ÜBER DEN DÄCHERN DAS LICHT]

Klára Hůrková aus Aachen hat im Frühling 2014 die Anthologie Über den Dächern das Licht mit Gedichten und Kurzprosa von tschechischen und deutschen Dichterfreunden und ihren Favoriten im Dauphin Verlag in Prag herausgegeben. Sie setzt fort, was sie bereits vor sieben Jahren mit der Anthologie Schlüsselsammlung begonnen hat. Als gebürtige Tschechin mit zweiter Heimat in Deutschland und in der deutschen Sprache, ist es ihr Anliegen, mit dieser Anthologie, in der alle Texte sowohl in tschechischer wie in deutscher Sprache enthalten sind, den Brückenschlag zwischen beiden Kulturen weiter zu stärken. Sie erklärt im Vorwort, keinen repräsentativen Querschnitt des gegenwärtigen literarischen Schaffens in Deutschland und Tschechien vorstellen zu wollen, sie habe lieber eine persönliche Auswahl treffen wollen.

      44 verschiedene Stimmen werden Sie in diesem Buch entdecken können, so je 22 aus beiden Heimatländern der Herausgeberin, von der sämtliche Übersetzungen der Texte stammen, und die auch selbst mit Gedichten in diesem stattlichen Band vertreten ist.
       Texte zu zehn verschiedenen Themenkreisen werden präsentiert, jeweils mit dem Ziel, ähnliche Bilder zu einem Dialog aufklingen zu lassen. Dies wird im ersten Kapitel Zwischen uns besonders deutlich: Norbert Hummelt führt uns in seinem Gedicht Abendlicht durch die Gassen einer Stadt, zwei Liebende feiern ein Wiedersehen, schauen zurück und wissen: jetzt haben uns alle zu hause vergessen, keiner fragt sich mehr wo wir sind. Wie zur  Bestätigung hören Sie von Lenka Mrázková: …/ dort wo wir heute / zu Hause waren / wird man uns morgen / von den fenstern aus / nie wieder erkennen./ Das zweite und das letzte Kapitel – Auf der Schwelle – fast gleich tituliert, erzählen von verschiedenen Stationen des Menschenlebens, von Geburt, vom Alltag mit Kindern, von Krankheit und Tod. Die Aufspaltung des Kapitels brachte für dieses umfassende Thema keinen Gewinn.
       In dem Kapitel Das Unzerstörte berühren die Blickrichtungen auf die Stadt Prag von tschechischen und deutschen Dichtern und im fast schmalsten Teil, Seit Tagen schon keine Zeile, nach einem Vers von Marie T. Martin, wird vom Schreiben selbst erzählt.

Dominierend in dieser Anthologie ist das Licht, nicht nur in dem ansprechenden Titel und in verschiedenen Texten, auch im Kapitel Im Licht der Bilder, mit dem Auftakt tal der könige von Hartwig Mauritz, der im letzten Jahr Preisträger des Dresdner Lyrikpreises wurde, ausgeschrieben für Dichter tschechischer und deutscher Sprache. Die Texte dieses Kapitels haben ihren Ursprung im Geschauten und faszinieren durch ihre Deutungen. Lesen Sie dort das betörende kleine Gedicht von Janele z Liků: Galante Auffassung eines Renaissance-Gemäldes und hören Sie in Vermeer von Ludwig Steinherr: Es gibt das Licht / damit es die Dinge geben kann
       Die Illustrationen dieses Bandes, Schwarzweiß-Fotografien, von Lenka Mrázková, der sie in diesem Band auch als Dichterin begegnen, geben diesem Buch die Gewissheit des Lichts im Dunkeln.

 

Nad Střechami Světlo  – ÜBER DEN  DÄCHERN DAS LICHT, Hrsg.: Klára Hůrková, Illustrationen: Lenka Mrázková, Dauphin Verlag – Praha / Prag, 2014, 335 Seiten, ISBN 978-807272505-2, 12,- Euro

                            © Regine Mönkemeier, Lübeck

 

 

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