Undine Er sah, wie sie ins Meer hinaus schwamm, sah, daß die Rückkehr ihre
Kräfte übersteigen mußte. Also wendete er das Boot. Die Segel spannten sich. Er brauchte Zeit, die eigensinnige Schwimmerin einzuholen. Endlich war er neben ihr, fischte sie aus dem Wasser. Völlig erschöpft lag sie auf den Planken.
Er bot ihr etwas zu trinken an. Sie lehnte ab. Sie sah blaß aus. Er bekam es mit der Angst, ob er sie wirklich gerettet hatte. Inzwischen waren sie in
der Nähe der Mole angelangt und er hatte alle Hände voll zu tun, die Segel zu bedienen, um nirgends anzustoßen oder aufzulaufen. Als er sich wieder der Geretteten zuwenden wollte, war sie verschwunden. An den Klippen sah er ihre
schöne Gestalt auftauchen. Und jetzt schien ihr Haar grün zu sein und golden zugleich. Sie winkte zu ihm herüber. Er wendete augenblicklich sein Boot . . .
(c) Walter Lobenstein, Hannover
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