eine bittere heckenrose

wächst mir aus dem mund - ich rede nur von dir.
obwohl dein geruch nicht zu finden ist, wie auch die spuren deiner füße auf den prachtvollen stadtpfützen, die du tobend zerschlugst.
ich rede wochenlang von dir, geliebter. und mein mund ist trocken vor eifersucht. mein mund ist das schloß der bienen. sie feiern den winter darin.
zögen wir nun zusammen durch die schwarzen straßen, ich redete wie immer nur von dir, und du würdest königlich gähnen und die hufe der pferde klirrten: dünn - als ob ein nachtfalter seine flügel an einem kristall kratzt. so frostig ist es. nicht ich sage zu dir mit der künstlich bösen stimme - zieh dich wärmer an. nicht ich winke dir zu am fenster. nicht mir winkst du zurück.
zögen wir zusammen durch die schwarzen straßen, ich würde dich töten. aber das würde mir nicht helfen, denn die liebe ist wie schnee - er brennt in den augen - auch wenn man die augen schliesst.

                                                       (c) Marjana Gaponenko, Odessa