im ungleichgewicht deines atmens

und engel
verbergen das schreckliche:
deine grenzen  -
unsichtbar
aus den heißluftballons deiner träume,
die silbernen seile sonnenblinkend.

deine grenzen  -
weit weit weg. die
hoffnung ist ein umgekehrtes fernglas
und die grenzen: du erkennst sie nicht
im ungleichgewicht
deines atmens. zwischen
verspiegelten wänden lebst du, hin
geworfen und her.
und im erkennen
- an die grenzen gestoßen -
spiegel-splitter. sie
zerschneiden das herz.

und engel,
unbekümmert leuchtend,
reden vom glauben.
und engel
sehen
und wissen: du
begrenzt dich selbst.
und engel lügen
hinter ihren lieblichen
gesichtern.

                                   © Christl Greller, Wien